Glasfaserverstärkte Kunststoffe
GFK-
Geländer
Geländer aus Stahl oder Aluminium sehen nach ein paar Jahren im Außeneinsatz oft nicht mehr besonders vertrauenerweckend aus. Rost, abblätternde Beschichtungen, lockere Verbindungen. GFK-Geländer aus glasfaserverstärktem Kunststoff kennen diese Probleme nicht.
Sie korrodieren nicht, brauchen keinen Schutzanstrich und lassen sich schnell montieren. Von Kläranlagen über Bahnanlagen bis hin zu Offshore-Plattformen bewähren sie sich dort, wo andere Materialien regelmäßig an ihre Grenzen stoßen.
Was GFK-Geländer auszeichnet, für welche Einsatzbereiche sie sich eignen und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten, erfahren Sie hier.
- Lange Lebensdauer
- Geringe Wartungskosten
- Geringe Montagekosten
- Nachhaltig
- Hohe Materialfestigkeit bei geringem Gewicht
- Korrosionsbeständig
- Resistent gegen viele Chemikalien und die meisten Streusalze
- Elektrisch isolierend
- Umweltgerechte Entsorgung durch 100% Wiederverwertbarkeit
- Laufbelag mit Rutschhemmung R13
GFK-Geländer: Was ist das?
GFK (glasfaserverstärkter Kunststoff) ist ein Verbundwerkstoff aus Glasfasern und einer Kunstharzmatrix. Die Glasfasern sorgen für die Festigkeit, die Kunstharzmatrix hält sie zusammen und schützt vor äußeren Einflüssen. Das Ergebnis: ein Material, das leicht und gleichzeitig extrem belastbar ist, nicht korrodiert und sich ähnlich unkompliziert verarbeiten lässt wie Holz.
Welche Bauformen gibt es bei GFK-Geländern?
Die gängigste und wirtschaftlichste Variante ist das Holmgeländer. Es eignet sich für eine Vielzahl von Einsatzbereichen und lässt sich flexibel konfigurieren. Für die Knieleiste stehen Rundrohre oder Winkelprofile zur Verfügung, jeweils in einfacher oder doppelter Ausführung. Bei Füllstabgeländern kommen in der Regel Rundrohre zum Einsatz.
Auch bei der Befestigung gibt es mehrere Optionen: Die Geländer lassen sich mit speziellen Fußleisten aus GFK oder Stahl am Boden verankern, direkt am Bauwerk oder an einer GFK-Unterkonstruktion montieren oder als Steckgeländer ausführen. Gerade die Steckvariante spart bei der Installation wertvolle Zeit.
Montage durch Fachleute oder in Eigenregie
Sie können Ihr GFK-Geländer entweder komplett durch die KBM GmbH montieren lassen oder es vorkonfektioniert zur Selbstmontage erhalten. Alle Verbindungen und Profile werden vorab passgenau zugeschnitten, sodass der Aufbau vor Ort schnell und ohne Spezialwerkzeug gelingt.
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Eigenschaften eines GFK-Geländers
GFK-Geländer unterliegen der Norm EN ISO 14122-3. Das Deutsche Institut für Bautechnik schreibt darin unter anderem folgende Anforderungen vor:
- Laufstege ab einer Höhe von 500 mm benötigen ein Geländer als Fallschutz.
- Die Mindesthöhe des Geländers beträgt 1.100 mm über der Laufstegoberfläche.
- Zwischen den horizontalen Elementen darf die vertikale Öffnung maximal 500 mm betragen, ein Zwischenelement ist Pflicht.
- Die maximale Stützweite zwischen den vertikalen Stützen liegt bei 1.500 mm.
Wer eine GFK-Geländerlösung plant, sollte diese Werte frühzeitig in die Konstruktion einfließen lassen. So vermeiden Sie spätere Nachbesserungen und erfüllen die Sicherheitsanforderungen von Anfang an.
In welchen Farben und Harzvarianten gibt es GFK-Geländer?
Standardmäßig werden GFK-Geländer aus Polyester-Isophtalharz gefertigt. Die gängigen Farben sind Sicherheitsgelb und Grau. Beide sorgen für gute Sichtbarkeit, gerade in industriellen Umgebungen oder bei schlechten Lichtverhältnissen.
Für besondere Anforderungen, etwa in der Chemieindustrie oder im Offshore-Bereich, stehen auch Vinylester- und Phenolharze zur Verfügung. Individuelle Farbwünsche lassen sich auf Anfrage ebenfalls umsetzen.
Warum lohnen sich GFK-Geländer wirtschaftlich?
GFK-Geländer sparen an gleich mehreren Stellen Geld. Durch das geringe Gewicht lassen sie sich einfach transportieren und zügig montieren. Nach der Installation entfallen Lackierung und regelmäßige Wartung komplett. Über die gesamte Nutzungsdauer gerechnet reduziert das die Betriebskosten erheblich.
Darüber hinaus bieten GFK-Geländer drei Eigenschaften, die bei herkömmlichen Materialien oft zusätzliche Maßnahmen erfordern:
Korrosionsbeständigkeit: Kein Nachverzinken, kein Schutzanstrich, kein Austausch durch Rostschäden.
Keine Bodenverankerung nötig: Je nach Bauform lassen sich die Geländer ohne aufwendige Fundamentarbeiten befestigen.
Funkdurchlässigkeit: GFK stört keine Funksignale, ein Vorteil, der in Telekommunikationsanlagen und auf Sendemasten zählt.
- Geringe Einbau- & Wartungskosten
- Keine elektrische Leitfähigkeit
- Keine Erdung erforderlich
- Funkdurchlässig
Anwendung von GFK-Geländern in der Industrie
In Kläranlagen und Wasseraufbereitungsbetrieben gehören GFK-Geländer mittlerweile zur Standardausstattung. Permanente Feuchtigkeit, aggressive Reinigungsmittel und biologische Prozesse setzen Stahlgeländern massiv zu. GFK bleibt davon unbeeindruckt und sieht auch nach 20 Jahren noch genauso aus wie bei der Montage.
Ähnlich sieht es in der Chemieindustrie aus. Säuredämpfe, Laugen und hohe Temperaturschwankungen fordern Materialien bis an ihre Grenzen. GFK-Geländer widerstehen den meisten dieser Substanzen, ohne dass ein zusätzlicher Schutzanstrich nötig wäre. Und weil bei der Bearbeitung vor Ort kein Funkenflug entsteht, eignen sie sich auch für explosionsgefährdete Bereiche in petrochemischen Anlagen.
Im Bahnbereich und rund um Umspannwerke spielt die elektrische Isolation eine zentrale Rolle. Stahlgeländer leiten Strom und erfordern aufwendige Erdungsmaßnahmen. GFK-Geländer sind von Natur aus nichtleitend. Das vereinfacht die Installation und erfüllt gleichzeitig die strengen Sicherheitsvorgaben.
Auch auf Offshore Plattformen und in Häfen bewährt sich der Werkstoff. Salzwasser, Wind und UV-Strahlung greifen Metall innerhalb weniger Jahre an. GFK-Geländer halten diesen Bedingungen dauerhaft stand, ohne dass Korrosionsschutzmaßnahmen eingeplant werden müssen. Das reduziert die Wartungskosten auf See erheblich, wo jeder Einsatz von Fachpersonal logistisch aufwendig und teuer ist.
Was viele nicht auf dem Schirm haben: GFK-Geländer sind funkdurchlässig. In Telekommunikationsanlagen und auf Sendemasten stören sie keine Funksignale. Metallgeländer können hier die Signalqualität beeinträchtigen und erfordern dann konstruktive Umgehungslösungen.
Ob Pumpwerk, Kraftwerk, Hafenanlage oder Chemiebetrieb: Überall dort, wo Korrosion, Feuchtigkeit oder elektrische Spannungen den Arbeitsalltag bestimmen, bieten GFK-Geländer eine Lösung, die auf Jahrzehnte funktioniert. Die KBM GmbH plant und fertigt diese Geländer passgenau für Ihre Anlage, inklusive prüffähiger Statik und Montage vor Ort.